Regeln für das TV-Programm

Kinder schauen gern Fernsehen, um in andere Welten abzutauchen. Doch nicht jede Sendung und jeder Film ist geeignet für ihr Alter. Gerade deshalb sollten Eltern ihren Kindern den richtigen Umgang mit dem Fernsehen erklären und zeigen. Wir geben hilfreiche Tipps zum Thema.

Von Angela Zimmerling, www.Familienleben.ch

 

Fernsehen für Kinder ist nicht grundsätzlich schlecht. Es kann die Fantasie der Kinder anregen, weil sie in ganz andere Welten eintauchen. Sie erhalten Eindrücke, die ihnen der Alltag nicht bieten kann. Mit Bildschirmhelden können sich Kinder schnell identifizieren, weil sie meist ähnliche Wünsche und Ängste haben.

«Der Wunsch nach Abwechslung und Unterhaltung ist ganz normal. Er wird erst dann zum Problem, wenn der TV-Konsum unverhältnismässig wichtig im Leben eines Kindes wird», schreibt das deutsche Bundesministerium für Familie in seiner Broschüre «Geflimmer im Zimmer».

Den TV-Konsum aus Angst vor schlechten Einflüssen ganz zu verbieten, ist keine gute Idee. Die Kinder würden etwas verpassen, heisst es bei der Schweizerischen Vereinigung der Elternorganisationen. Medienpsychologe Daniel Süss meint in einem Beitrag der Vereinigung: «Das Fernsehen ist an sich ein wertvolles Medium, das einen Teil unserer Kultur ausmacht». Dazu komme, dass Kinder mit TV-Verbot oft heimlich bei Freunden in die Röhre gucken, dann aber ausserhalb der elterlichen Kontrolle. Und da kann es sein, dass die Kinder Sendungen anschauen, die für sie überhaupt nicht geeignet sind.

 

Wie lange dürfen Kinder fernsehen?

Fernsehen für Kinder ist nicht grundsätzlich schlecht. Es kann die Fantasie der Kinder anregen, weil sie in ganz andere Welten eintauchen. Sie erhalten Eindrücke, die ihnen der Alltag nicht bieten kann. Mit Bildschirmhelden können sich Kinder schnell identifizieren, weil sie meist ähnliche Wünsche und Ängste haben. «Der Wunsch nach Abwechslung und Unterhaltung ist ganz normal. Er wird erst dann zum Problem, wenn das Fernsehen unverhältnismässig wichtig im Leben eines Kindes wird», schreibt das deutsche Bundesministerium für Familie in seiner Broschüre «Geflimmer im Zimmer».

Das Fernsehen aus Angst vor schlechten Einflüssen ganz zu verbieten, ist keine gute Idee. Die Kinder würden etwas verpassen, heisst es bei der Schweizerischen Vereinigung der Elternorganisationen. Medienpsychologe Daniel Süss meint in einem Beitrag der Vereinigung: «Das Fernsehen ist an sich ein wertvolles Medium, das einen Teil unserer Kultur ausmacht». Dazu komme, dass Kinder mit TV-Verbot oft heimlich bei Freunden in die Röhre gucken, dann aber ausserhalb der elterlichen Kontrolle. Und da kann es sein, dass die Kinder Sendungen anschauen, die für sie überhaupt nicht geeignet sind.

 

Maximale tägliche Dauer des Fernsehkonsums 

AlterMinuten
0-3 Jahre0
3-5 Jahre30
6-9 Jahre60
10-13 Jahre90

Kleinkinder unter 3 Jahren sollten nach Möglichkeit gar nicht fernsehen. Beachten Sie auch die Nutzungsdauer anderer Medien bei Kleinkindern. Wenn Ihr Kind zusätzlich im Internet surft oder Videogames spielt, sollten Sie von der maximalen Dauer des Fernsehkonsums die Minuten für die Nutzung der anderen Medien abziehen. Quelle: Merkblatt «Kinder und Fernsehen» der Schweizerischen Vereinigung der Elternorganisationen

Die deutsche Initiative «Schau hin» des Bundesministeriums für Familien hat zur Orientierung zehn goldene Regeln für den Fernsehkonsum in Familien entwickelt, an denen sich Eltern und Kinder orientieren können. Wir stellen Sie hier vor:

 

1. Regeln aufstellen

Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern Regeln zum TV-Konsum. Sie sollten sich einigen, was, wann und wie lange im Fernsehen geschaut werden kann. Dafür ist es nötig, dass Sie sich über die Sendungen und Filme, die Ihr Kind schauen möchte, informieren und die Altersangaben beachten. Die Regeln sollten Ihre Kinder auch einhalten. Wenn im Kinderzimmer ein Fernseher steht, wird es schwieriger die Einhaltung zu überprüfen. Deshalb sollten Kinder keinen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer besitzen.

2. Gemeinsam fernsehen

Schauen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern fern. So können Sie aufkommende Fragen, zu Themen die Ihr Kind bewegt, beantworten. Vor allem Kindergartenkinder und Primarschüler brauchen eine Begleitung. Natürlich soll gemeinsames Fernsehen mit der Familie auch Spass machen. Die Familienmitglieder können sich über die Sendungen austauschen. Unbedenkliche Programme, die Sie kennen, können Ihre Kinder auch allein schauen. Auf keinen Fall sollte das Fernsehen als Babysitter herhalten.

3. Über Erlebnisse sprechen

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über das Gesehene. Zeigen Sie Interesse Am TV-Programm, welches die Kinder schauen, auch wenn es nicht Ihr Geschmack ist. Vor allem, wenn Kinder Nachrichten schauen und Bilder von Kriegen und Katastrophen sehen, sollten Sie erklären, was passiert und warum.

 

4. Fernsehen nicht als Belohnung und Strafe einsetzen

Wenn Sie Kinder loben wollen, ist Fernsehen nicht als Belohnung geeignet. Auch ein generelles Verbot des Fernsehens sollte nicht als Strafe dienen. Denn so erhält das Fernsehen nur eine zu grosse Bedeutung und einen besonderen Reiz.

5. Kritisch fernsehen

Kinder sollten Fernsehen auch mit kritischen Augen sehen. Vor allem wenn es um Werbung und Gewaltdarstellungen geht. Erklären Sie Ihren Kindern den Unterschied zwischen Werbung und Programm. Sprechen Sie gemeinsam über Gewalt im Fernsehen. Das hilft Kindern, selbstständiger im Umgang mit dem Fernsehen zu werden.

6. Tagesablauf nicht diktieren lassen

Lassen Sie sich Ihren Tagesablauf nicht vom Fernseher diktieren. Es gibt im Alltag wichtigere Dinge als fern zu schauen. Ihre Kinder sollten lernen, auf bestimmte Sendungen verzichten zu können. Sollte ein wichtiges TV-Programm nicht verpasst werden, kann es aufgezeichnet werden.

7. Vorbild sein

Seien Sie ein Vorbild für Ihre Kinder. Achten Sie genau auf Ihren eigenen Fernsehkonsum. Der Fernseher sollte nicht nebenbei laufen, auch wildes Zappen sollte tabu sein. Besser ist es, zu bestimmten Sendungen einzuschalten und am Ende wieder auszuschalten.

8. Mit anderen austauschen

Oft hilft es Eltern, wenn sie sich mit anderen Eltern über das Medienverhalten Ihrer Kinder austauschen. Besonders dann, wenn die Kinder in die Pubertät kommen.

9. Kein schlechtes Gewissen haben

Wenn Ihr Kind auch mal ein TV-Programm schaut, das nicht pädagogisch wertvoll ist, sollten Sie kein schlechtes Gewissen haben. «Kinder brauchen das Fernsehen genauso wie die Erwachsenen: um sich zu informieren und zu lernen, um abzuschalten, um sich unterhalten zu lassen, um eine eigene Phantasiewelt zu entwickeln», heisst es bei schau-genau.info

10. Andere Aktivitäten unternehmen

Das Fernsehen sollte nicht die Freizeit Ihrer Kinder dominieren. Es ist wichtig, dass Kinder Hobbys pflegen, zum Sport gehen und sich mit Freunden treffen. Sie sollten für den Fernsehkonsum das richtige Mittelmass finden.

Quelle: schau-hin.info

 

Altersfreigabe bei DVDs

Seit 2008 sind DVDs in der Schweiz nur noch mit einer Alterskennzeichnung erhältlich. Dafür sorgt der Schweizerische Video-Verband SVV. Deutschsprachige Filme sind mit der Altersfreigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der deutschen Filmwirtschaft gekennzeichnet. Diese Filme wurden von Prüfern in Deutschland getestet. Sie schätzen ein, ob ein Film bei Kindern Ängste oder Desorientierung auslösen kann. Für französischsprachige und italienische Filme nimmt der SVV eine Alterseinstufung vor.

Technische Hilfsmittel

Bei TV-Anbietern wie Swisscom haben Sie die Möglichkeit bestimmte Sendungen und Filme für Kinder zu sperren oder eine Altersbegrenzung festzulegen. Programme sind zum Beispiel nur noch per PIN-Code verfügbar. So haben Eltern die Kontrolle darüber, was ihre Kinder schauen.

Text: Angela Zimmerling